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Projekte im religiösen Kontext


HEILIG, GEIST, FETISCH / OFFENE KIRCHE HEILIGGEIST
MUSLIME IM KANTON BERN
WAS IST DIR HEILIG? / OFFENE KIRCHE HEILIGGEIST
MEIN KREUZ / OFFENES ATELIER IN DER OFFENEN KIRCHE HEILIGGEIST
IKONEN²
HAUS DER RELIGIONEN

HEILIG, GEIST, FETISCH / OFFENE KIRCHE HEILIGGEIST

Eine Projekt für Dialogue En Route in der offenen Kirche Heiliggeist Bern.

Wer weiss denn, was „Geist“ genau bedeutet? Wer kann die Grenzen zwischen Glauben, Unglauben, Magie und Aberglauben messerscharf ziehen? Diesmal ist es Geraldo, beninensischer Voodoo-Priester, der Euch mit ins Raumerlebnis Heiliggeistkirche nimmt. Eingebettet in Trommeln-Sessions, eine Schweigeübung und Papierflieger-Falten erwarten Euch Posten zu Frage, was die Kirche einst und heute bedeuten kann – vom Scharfrichterstuhl bis zum Seelsorgeangebot.

Das Angebot wird von Guides von „Dialogue en Route“ begleitet. Zielgruppen sind Jugendgruppen, Konfessionsklassen, Schulklassen Primar, Schulklassen Sek I und Sek II. Das Datum erfolgt nach Absprache. Der Preis beträgt 100 CHF/Gruppe (Reisegutscheine für bernkantonale Klassen, kostenlos mit „Educate Pass“).

Link zum Angebot bei Dialog en Route.

Grundrissplan der offenen Kirche Heiliggeist, coloriert vom Beninesischen Künstler Tôkpéou Gbaguidi

Ikonen²

Gruppenausstellung mit Werken der zeitgenössischen Kunstschaffenden Christine Aschwanden, Lilith Becker, Geildas Coudrais, Roger Fähndrich, Stefan Maurer, Rudolf Mischler, Adrien Rihs, Rahel Steiner, Natsuko Tamba, Leena Zihlmann, Pino Zihlmann und klassischen Werken des rumänischen Ikonenmalers Petru Tulei.

Zwischen historischem Bildersturm vor 500 Jahren und heutiger Bilderflut: Welche bildlichen Hinführungen zur Transzendenz haben sich herausgebildet? Was kann heute als Ikone gelten? Welche Funktionen haben sakrale Bilder? Die Ausstellung Ikonen² stellt sich diesen Fragen und bringt traditionelle und zeitgenössisch-avantgardistische Ikonenkunst in Dialog.

30. Juni bis 14. Sept. 2017, Heiliggeistkirche Bern

Künstlerische Leitung: Stefan Maurer


Haus der Religionen

Durchführung diverser Angebote im Haus der Religionen, Bildvorträge, Ausstellungen, Workshops, Porträtfotografien und ausführliche Fotoreportagen.

Hier gelangst du zu den Fotoreportagen.

Stop-Motion-Kurzfilme

Stop-Motion Projekt mit Louise Graf (Jugendradio im Haus der Religionen) im Haus der Religionen und im Jugendtreff Chleehus Bern.

Jugendliche und junge Erwachsene erfinden ihre eigene Geschichte und setzen diese im Ton- und Fotostudio vor Ort unter professioneller Anleitung zu Stop-Motion Kurzfilme um. Geschichten zur Entstehung der Welt von Jugendlichen aus dem Haus der Religionen und dem Jugendtreff Chleehus Bern, mit Kurzfilm-Präsentation im Haus der Religionen.

Für die Präsentation der Filme im Haus der Religionen wurde speziell eine Multi-Media-Box entwickelt, die von Besuchenden über ein Touch-Screen selbständig bedient werden kann.

Das Projekt konnte realisiert werden dank finanzieller Unterstützung von westwind, katholische und reformierte Kirche Bern, reformierte Kirchgemeinde Bümpliz, Burgergemeinde Bern, ERZ Erziehungsdirektion des Kantons Bern, Haus der Religionen.

Stop-Motion-Kurzfilm von Vanessa und Elena

Die Kurzfilme können über die Multi-Media-Station mit Touch-Screen von Besuchenden im Haus der Religionen selbständig angeschaut werden.

Entwicklung Multi-Media-Station: Stefan Maurer

Bau der Konstruktion aus Holz: Manus Schreinerei

Elektronik Multi-Media-Station: Patric Chénai


MEIN KREUZ / OFFENES ATELIER IN DER OFFENEN KIRCHE HEILIGGEIST

In der Passionszeit vor Ostern gestalteten Randständige, Besuchende und Künstler den Kirchenraum durch ihr „Kreuz“. Die Werke sind in einem 10-tägigen offenen Atelier in der Heiliggeistkirche unter künstlerischer Leitung von Stefan Maurer, in Zusammenarbeit mit den Kunstschaffenden Rudolf Mischler und Tôkpéou Gbaguidi entstanden. Atelierbesuchende konnten ihr eigenes Kreuz gestalten oder an einem grossen, gemeinschaftlichen Kreuz mitarbeiten. Die Werke wurden im Kirchenraum der offenen Kirche Heiliggeist Bern ausgestellt.

Bilder aus dem offenen Atelier in der offenen Kirche

Bilder aus der Ausstellung in der offenen Kirche


MUSLIMINNEN UND MUSLIME IM KANTON BERN

Zwanzig Musliminnen und Muslime aus dem Kanton Bern geben Einblick in ihren Alltag und sprechen über ihre Sorgen, Hoffnungen und ihren Glauben. Die Porträts machen sichtbar, wie vielfältig der Islam hier gelebt wird und dass Religion auch bei Musliminnen und Muslimen nur einer von vielen Aspekten im Leben ist.

Stefan Maurer hat die Muslime an den 20 Standorten besucht, fotografiert und Interview geführt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit

Trägerschaft sind die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn, die katholische Kirche Region Bern, die christkatholische Landeskirche Bern, das Haus der Religionen – Dialog der Kulturen. Projektleitung: Mathias Tanner der reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn. Die Wanderausstellung wurde in der offenen Kirche Heiliggeist Bern, im Progr und diversen Kirchgemeinden im Kanton Bern gezeigt.

Hintergrund / In der Schweiz ist die Gegenwart von Menschen islamischen Glaubens relativ neu. Die meisten heute hier lebenden Musliminnen und Muslime oder deren Vorfahren sind erst ab den 1960er Jahren eingewandert. Auch einige Personen mit Schweizer Herkunft sind zum Islam konvertiert. Heute leben wir in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Das Zusammenle­ben in einer solchen Gesellschaft verläuft nicht immer reibungslos, wie zum Beispiel die im Nach­gang der Anschläge vom 11. September 2001 aufgekommenen Diskussionen und Aktionen im Zusammenhang mit dem Islam und Muslimen zeigen. Die islamische Religion wird dabei häufig pauschal negativ bewertet und ihre Anhänger­schaft meist auf ein negatives Klischee ihrer Reli­gion reduziert. Da zudem viele Musliminnen und Muslime in der Schweiz einen Migrationshinter­grund haben, werden sie oft als doppelt fremd wahrgenommen und behandelt. Solche Reduktionen einer Person auf einzelne ihrer Merk­male wie die religiöse oder ethnische Zugehörig­ keit kännen Ausgrenzung, Diskriminierung und Unterdrückung zur Folge haben.

Ziel / Die Ausstellung will zeigen, dass die Religion auch bei Muslimen nur einer von vielen Aspekten im Leben ist, dass Musliminnen und Muslime ihre Religion ganz unterschiedlich interpretieren und praktizieren, und dass die häufig ausschliesslich negativen Assoziationen mit dieser Religion nicht gerechtfertigt sind. Die Religion steht aber nicht im Zentrum dieser Ausstellung. Es geht darin viel­ mehr um das alltägliche Leben der Porträtierten, um ihre Freuden und Sorgen, Wünsche und Hoff­nungen. Ziel der Ausstellung ist es, gängige Bil­der und Vorstellungen über Musliminnen und Muslime zu hinterfragen und in der Bevölke­rung ein Bewusstsein für die Vielfalt des in der Schweiz gelebten Islams zu schaffen. Die Ausstel­lung zeigt, dass das Gemeinsame, Verbindende zwischen Muslimen und Nicht­Muslimen grösser ist als die vielfach propagierten angeblichen oder tatsächlichen Unterschiede. Sie möchte letztlich dazu beitragen, dass sich Muslime und Nicht­ Muslime mit mehr Verständnis, Offenheit und Respekt begegnen.

Text: Matthias Tanner

Bilder aus der Ausstellung und der Ausstellungspaneelen


WAS IST DIR HEILIG? / OFFENE KIRCHE HEILIGGEIST

In einem Porträtstudio in der offenen Kirche Heiliggeist wurden Besuchende fotografiert und befragt, was ihnen heilig ist. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit Irene Neubauer der offenen Kirche Heiliggeist entstanden.

Text von Irene Neubauer, Projektleitung offene kirche: Sechsundfünfzig Gesichter zeigt die Ausstellung: Weibliche, männliche, junge, alte, mittelalterliche, hiesige und solche von weither. Aber alle gehören sie zu Menschen, die der Berner Fotograf Stefan Maurer und ich im Sommer 2009 in dieser Kirche angetroffen haben. Und die bereit waren, sich für unsere Ausstellung zum 10-Jahre-Jubiläum der offenen kirche fotografieren zu lassen. Diese sechsundfünfzig Menschen stehen stellvertretend und repräsentativ für die unzähligen Frauen, Männer und Kinder, die in den letzten zehn Jahren, seit dem Beginn des Abenteuers offene kirche, über die Schwelle getreten und hier ein- und ausgegangen sind. Sie sind über die Schwelle getreten: Als freiwillig Mitarbeitende, als sogenannt Randständige, als Pendler, als Stadtbewohnerinnen, als Sigristin, als Organist, als Mitglieder des Projektleitungsteams, als Sprecherin oder Musiker, als Seelsorgerinnen und Seelsorger, als Touristen, als Migrantinnen und Migranten, als Menschen.

Gesicher der Offenen Kirche

Digitaldruck auf Polyestergewebe (40x60cm) für den Innenraum und mit rückseitigem Durchdruck (160x240cm) für die Fenster.

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