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Was ist ein zeitgenössischer Akt?

Es begann im April 2022 in der Zwischennutzung des ehemaligen Erotikladens Planet Love in Bern. Dort eröffnete das Künstlerkollektiv Mami erstmals das offene Studio für Aktfotografie, um mit der Öffentlichkeit in einem gemeinsamen Prozess herauszufinden, was ein zeitgenössischer Akt ist.

Die Idee wurde für das KREMA Festival am alten Krematorium Bern weiterverfolgt und mit dem Thema der Sterblichkeit verwoben – wir sterben bevor wir sterben. Das Festival fand vom 12. bis 14. August 2022 statt. Hier geht es zur Webseite vom KREMA. Am 19. August hat Stefan Maurer im gepard14 Bilder gezeigt und die Prozesse aus der Arbeit offengelegt.

Hier finden sich mehr Infos zum Projekt und der Aktion in der Zwischennutzung im ehemaligen Erotikladen.

Aufgrund des positiven Echos wird das offene Studio weitergeführt und die Frage, was ein zeitgenössischer Akt ist, weiter erforscht. Bei Interesse an einem Shooting oder an einem unverbindlichen Erstgespräch, schreibe bitte einen Mail an mail(at)maust.ch.

Ausschnitte aus den Texten der Teilnehmenden

Zwischennutzung im Erotikshop

Die Idee für das offene Fotostudio entstand im April 2022 für die Zischennutzung von soso.space im ehemaligen Erotikladen Planet Love an der Mattenenge 4. Dort haben Fotograf Stefan Maurer und Musiker Rudolf Mischler als Kunstkollektiv Mami während fünf Tagen einen Raum zur künstlerischen Erforschung der Frage «was ist ein zeitgenössischer Akt?» eingerichtet.

Im Studio wurden die «Modelle» ganzkörper, vor weissen Hintergrund, mit einem einzelnen Licht beleuchtet und in schwarzweiss fotografiert. Jede Person erhielt kostenlos eine Auswahl seiner Bilder digital und konnte selber entscheiden, ob und welche Bilder in welchem Rahmen publiziert werden dürfen.

Um einen sicheren Rahmen und eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, wurden vor und nach dem Studiosetting ausführliche Gespräche geführt und klare Abmachungen bezüglich des Personenschutzes und Verwendung der Bilder getroffen. Vor und nach dem Fotostudio wurden die Prozesse reflektiert, Gespräche geführt, die Personen schrieben einen Text A4 in Handschrift über die Motivation, warum sie bei dem Prozess mitgemacht haben oder eben nicht. Dabei waren Absagen genauso relevant wie Zusagen. Als Teil des Prozesses haben die Projektinitiatoren von Kunstkollektiv Mami selber mitgemacht. Sie standen im Studio, schrieben Texte, haben ihre Erfahrung am Ende der Woche in einem Gespräch mit der Coachin Aurélie de Lalande www.holdingspace.be professionell reflektiert.

Am Ende der fünf Tage wurden die Prozesse, die Bilder, Texte und Resultate aus dem Coaching (Stichworte auf farbigen Post-It Zetteln) im soso.space an der Mattenenge 4 Bern öffentlich präsentiert. Die Bilder wurden auf die Studioleinwand projiziert, wo die Fotos vorher aufgenommen wurden. Das Publikum konnte auswählen, zu welchen Stichworten aus dem Coaching sie mehr erfahren möchten, Kollektiv Mami stand Rede und Antwort.

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